Orgelkonzert: Christoph Grohmann zeigte die Eilshauser Orgel in all ihren Facetten

Christoph Grohmann an der
Eilshauser Speith – Orgel

Glückliche Konzertbesucher und filigrane, pfiffige Interpretationen von Orgelmusik brachte der Konzertorganist, Christoph Grohmann am Sonntag in die Eilshauser Kirche. Angefangen mit einer von ihm selbst frei improvisierten Ouverture im barocken Stil, die Johann Sebastian Bachs großem Es-dur Präludium ähnelte, ließ Christoph Grohmann die Eilshauser Speith-Orgel durch festliche Klänge erstrahlen. Darauf folgten drei Tänze aus einer Sammlung von 1531, die mit sorgfältig vorgetragenem non legato zeigten, wie schön die Orgel auch ohne sehr laute Register sein kann. Nach diesen drei Tänzen erklang ein Duo und ein Grand Choeur aus der Messe en re mineur von Jean-Jacques Beauvarlet-Charpentier, wobei das Duo durch eine saubere Vortragsweise und das Grand Choeur durch einen majestätischen Klang überzeugte. Danach improvisierte Christoph Grohmann wieder und zwar ein kleines Flötenkonzert, bei dem die Traversflöte, ein Register, das wie eine Querflöte klingt, mit sehr viel Leichtigkeit gespielt wurde. Darauf wurde ein ruhiges Andantino in g-Moll und ein abwechslungsreiches Grand Choeur des französisch, romantischen Komponisten Cesar Franck vorgetragen, auf die eine von Christoph Grohmann improvisierte Suite im französischen Stil des frühen 20. Jahrhunderts folgte. Die Suite fing an mit einem lustigen Scherzando, wonach eine harmonische Melodie kam und ein majestätisches Final das Eilshauser Kirchenschiff erfüllte. Nach der Suite spielte Christoph Grohmann das Intermezzo in a-Moll aus Douze Pieces opus fünf von Joseph Bonnet mit einer lockeren zum Stück passenden Vortragsweise. Zum Schluss erklang das Verset in F-Dur aus L’Organiste Moderne und das Sortie in B-Dur aus Meditaciones Religiosas von Louis-James-Alfred Lefebure-Wely, die durch interessante und ungewohnte Harmonien einen neuen Charakter der Orgelmusik hervorbrachten.